Basarbäckerei

Am Rande des Basars 2013:

Erfolgreiche Geschäftsübernahme

So manchem Basarbesucher wird es gar nicht aufgefallen sein. Jedenfalls nicht sofort. Wie eh und je duftete es vergangenen Samstag beim Eintritt in Eingang C - zwischen Pizzahütte und Apfelsaftstand - nach frisch gebackenem Steinofenbrot. Wie immer standen für vielbeschäftigte Basareltern, die zwischen Aufbau, Helfereinsätzen und Aufräumarbeiten keine Zeit für den Wochenendeinkauf gefunden hatten, mehrere Dutzend ofenfrische Dinkelvollkornbrote zum Kauf bereit. Und wie immer gab es leckere Probierstullen mit Kräuterquark oder Marmelade für den kleinen Genuss im Vorbeigehen. Dass am Geschmack nichts auszusetzen und an den gleichmäßig runden, knusprig hellbraunen Laiben keinerlei Wandel zu erkennen war, bestätigten viele, viele zufriedene Brotkunden. Dem aufmerksamen Basarbesucher wird dennoch nicht entgangen sein, dass hinter dem Brottisch überdurchschnittliche viele eifrige, rotwangige und rechtmäßig stolze Fünftklässler als Verkäufer auftraten: Die Klasse 5b hat in diesem Jahr erstmals das Brotbacken auf dem Basar übernommen und ist damit in die Fußstapfen der Bäckerei Laib & Seele getreten.

 

Früh übt sich...

Mit dem Backen kennt man sich in der 5 b aus, denn unter Herrn Hellmichs sachkundiger Anleitung – nicht umsonst hat er das Bäckerhandwerk von der Pike auf gelernt, bevor er Klassenlehrer wurde – wird schon seit der ersten Klasse jede Gelegenheit genutzt, um Rezepte zu studieren, Zutaten abzuwiegen, Teig zu kneten, Wecken und Laibe zu formen und den großen Ofen anzufeuern. Seit dem letzten Schuljahr backt und verkauft die Klasse an jedem ersten Dienstag des Monats in ihrer Monatsbäckerei Brot und Brötchen auf dem Schulgelände. Und natürlich war es für die Klasse auch am Basartag eine Ehre, für das 'tägliche Brot' der Schulgemeinschaft zu sorgen.

Bäcker ist kein Job für Langschläfer

Bereits am Freitag war der große Steinbackofen auf dem Schulgartengelände vorgeheizt worden. Pünktlich um 6 Uhr früh am Basarsamstag feuerte ein noch etwas schläfriger Bäckermeister Hellmich den 'Backes' an, und als es um 8 Uhr allmählich dämmerte, standen die ersten sechs Bäckergesellinnen und -gesellen freudig bereit.

25 kg Dinkelmehl aus der Eifeler Mosenmühle, die den Fünftkläslern aus der Handwerkerepoche in der dritten Klasse bestens bekannt ist, wurden an diesem Basartag verarbeitet. In mehreren Schichten traten die Kinder der 5b bereitwillig und gut gerüstet zu ihrem Dienst an. Gab es keine Probleme, die Frühschicht zu füllen? „Kein bisschen“, berichtet Herr Hellmich „eher Gedrängel. Nicht wenige Kinder wollten am liebsten in aller Herrgottsfrüh backen, denn später hätte man ja unter Umständen eine Menge verpassen können auf dem Basar.“ (Nicht wenige Eltern waren – nebenbei bemerkt – einigermaßen froh, dass es auch spätere Schichten zu besetzen gab!)

 

Fortsetzung folgt

Die Monatsbäckerei ist – weit über das Handwerkliche hinaus – ein wunderbares Übfeld für eine Vielzahl von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es im Laufe der Schulzeit zu erwerben gilt. Deshalb wird auch weiter gebacken in der 5b. Vielleicht am nächsten Herbstfest, vielleicht am nächsten Basar, ganz sicher aber in der nächsten Monatsbäckerei.

 

Eine Mutter aus der 5b