Schule zukunftsfähig machen

Vor rund einem Jahr hatte die Mitgliederversammlung des Schulvereins beschlossen, einen 15-jährigen Mietvertrag mit dem Eigentümer Schulbaufonds nicht abzuschließen, sondern andere Möglichkeiten zur Sicherung des Schulbetriebes zu untersuchen. Mit dieser Entscheidung ist ein Ruck durch die Schulgemeinschaft gegangen und sie ist aufgebrochen, die Zukunft der Freien Waldorfschule Bonn selber aktiv zu gestalten.

Am Mittwoch, den 14. Mai 2014 hat nun wieder eine Mitgliederversammlung stattgefunden. Die dort vorgestellten Ergebnisse und die Diskussionen zeigen: Die Arbeitsgruppen haben in den letzten zehn Monaten viel geleistet und viel erreicht. Die Räumungsklage, die im September 2013 gegen die Schule erhoben wurde, ist vorerst vom Tisch und es gibt ein Modell zur Übernahme der Schulgebäude in den gemeinnützigen Bereich, von dem alle Beteiligten profitieren.

Auf Einigung und Dialog zu setzen, hat sich bewährt. Der Förderverein der Schule kann den Großteil der Anteile, die heute noch im Besitz des Schulbaufonds und seiner Anteilseigner sind, erwerben. Einige der Anteilseigner haben aus Verbundenheit zur Schule erklärt, ihre Anteile der Schulgemeinschaft zu schenken. Die meisten anderen erhalten ihren Anteil am Fonds nach vielen Jahren ohne Verlust zurück. Durch den Erwerb wird der Förderverein zum neuen Besitzer und Vermieter der Schulgebäude. Er übernimmt damit aber auch die Kreditverbindlichkeiten des Schulbaufonds.

Keine neuen Risiken eingehen

Damit daraus keine neuen Risiken für den Fortbestand der Waldorfschule entstehen, haben engagierte Eltern durchgerechnet, welche finanziellen Belastungen damit verbunden sind und welche neuen Gestaltungsspielräume sich öffnen. Gleichzeitig wurden Pläne erstellt, wie das pädagogische Konzept weiter auf die heutigen Erfordernisse angepasst werden kann. Damit auch zukünftig unseren Kindern erfolgreich Waldorfunterricht erteilt werden kann.

 

Auf Grundlage der Berechnungen und Pläne haben erste Gespräche mit Banken stattgefunden. Mit Erfolg: Die Bankvertreter haben ausdrücklich betont, dass sie die Schulgemeinschaft bei ihrem Finanzierungsvorhaben unterstützen werden, wenn gewisse Bedingungen erfüllt werden. Das heißt unter anderem, die Schulgemeinschaft muss einen gewissen Betrag an Eigenkapital aufbringen.

Jetzt Eigenkapital aufbringen

Dieses ist der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zur Gebäudeübernahme: Nicht nur um die Zinsbelastung zu reduzieren, und damit mehr Spielräume im Schulhaushalt zu bekommen, sondern auch als Zeichen der Elternschaft, dass der Neuanfang durch den Kauf der Immobilie eine breite Unterstützung in der Elternschaft findet. Erste Spendenzusagen gibt es bereits jetzt schon, dennoch sind alle aufgerufen, sich an der Beschaffung des Eigenkapitals zu beteiligen.

 

Auf der nächsten Mitgliederversammlung werden weitere Alternativen vorgestellt, wie jeder sich einbringen kann. Denn langfristig soll der Grundsatz gelten:

 

„Wir wollen in die Bildung unserer Kinder investieren."

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter der E-Mail Adresse:

immobilie@fws-bonn.de.