Viel Trubel ums Geld

Waldorfschüler führen Kästner-Komödie auf

Die achte Klasse der Freien Waldorfschule Bonn-Tannenbusch, Stettiner Straße 21, führt am zweiten Märzwochenende die Kästner-Komödie „Verwandte sind auch Menschen“ auf. Das sprachwitzige Stück dauert rund zwei Stunden und ist für alle Altersklassen geeignet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Infos unter www.fwsbonn.de.

Aufführungen:

Freitag, 13. März 2015, 19.30 Uhr

Samstag, 14. März 2015, 19.30 Uhr

Sonntag, 15. März 2015, 16.30 Uhr

 

Bus und Bahn: 602 bis Stolpstraße oder 601 sowie 16/63 bis Tannenbusch-Süd


Das Stück – worum es geht


Der Millionär Stefan Blankenburg hat es satt. Immer will irgendjemand an sein Geld! Als er heimlich aus Amerika zurückkehrt, will er seiner vermeintlich geldgierigen Verwandtschaft eine Lektion erteilen. Seine Verwandten denken, er sei tot und verteilen schon mal sein Erbe. Doch Stefan Blankenburg vermiest ihnen ihr Vorhaben gewaltig. Bis er erkennt: Die Sippschaft ist gar nicht so übel, Verwandte sind auch Menschen.


Klassenspiel – Projekt mit viel Engagement

 

Gut 30 Achtklässlerinnen und Achtklässler der Freien Waldorfschule Bonn in Tannenbusch haben sich in den vergangenen zwei Monaten fast ausschließlich einem gewidmet: ihrem Klassenspiel. Das Theaterstück stellt große Herausforderungen an die Klasse, aber auch an Eltern und Lehrer. Der Text muss sitzen, aber erst Mimik, Gestik und Intonation machen das Spiel lebendig. Unterschiedlichste Aufgaben sind zusammenzuführen. Während sich die Eltern um Kulissen, Kostüme und Finanzen kümmern, müssen die Lehrer koordinieren, beobachten, anleiten.

 

Theaterprojekte haben an Waldorfschulen große Bedeutung. Mit dem Lernen einer Rolle wird geübt, den eigenen Standpunkt für eine bestimmte Zeit aufzugeben und sich in eine andere Person einzufühlen. Selbstvertrauen und Verantwortung werden gestärkt, Ängste sind zu überwinden, Wortführer müssen zurücktreten und sich in die Klassengemeinschaft einordnen. Das Klassenspiel schult individuelle und soziale Fähigkeiten, die Schüler erleben, was sie gemeinsam leisten können. Bei der Umsetzung des Klassenspiels sind viele Unterrichtsfächer beteiligt: von Deutsch, Kunst, Handwerk bis zur Musik. Es kennzeichnet den Abschluss der Mittelstufe.


Autor – bekannt und doch neu


Erich Kästner (* 23. Februar 1899 in Dresden, + 29. Juli 1974 in München) veröffentlichte diese Komödie gemeinsam mit Eberhard Kleindorff 1937 unter dem Pseudonym Eberhard Förster, da er im nationalsozialistischen Deutschland mit Berufsverbot belegt war. Im Klassenspiel wird die Geschichte in die 20er Jahre verlegt.