Michaeli

Werden die Tage kurz, werden die Herzen hell.

Über dem Herbste strahlt leuchtend Sankt Michael.

Wenn der Herbst den Sommer ablöst und die Tag-und-Nacht-Gleiche überschritten ist, dann wird am 29. September das erste Lichtfest gefeiert. Es beginnt die Michaelizeit, die 4 Sonntage umfasst. Sankt Martin und die Adventszeit folgen als weitere Lichtfeste.

 

Von Michaeli an gilt es, Licht aus der Sommerzeit im Herzen leuchten und Herzenswärme in die kälter werdenden Tage strahlen zu lassen.

 

Der Erzengel Michael, dessen Name „Wer ist wie Gott“ übersetzt heißt, schaut nicht auf das Äußerliche, sondern auf das Wesenhaft-Zukünftige in uns. Er will uns für das Geistige impulsieren, ist in dem, was wir aus dem Geiste heraus tun und wiegt unsere Taten dem Christus zu. Recht und Gerechtigkeit stecken im Bild der Waage, die auch für das Maßhalten steht. Im Bild des Drachenbekämpfers zeigt er sich als ermutigender Helfer gegen das Böse und Unwahre. Michael kämpft nicht für uns, sondern mit uns. Er will uns den Freiraum schaffen, unsere eigenen Aktivitäten, unsere Individualität zu entwickeln. Dafür müssen wir das Gute in uns stärken und brauchen Mut und Entschlusskraft.

 

Wenn wir mit der Hilfe der Eltern in der Schule das Michaelifest mit Mut- und Geduldspielen feiern, dann steht dieses Fest noch ganz am Anfang der Michaelizeit. Das seelische Feuer, den Kampf gegen Missmut, schadende Gedanken, schlechte Angewohnheiten usw. aufzunehmen, wird jedoch schon entzündet. Es spendet uns und den Kindern inneres Licht und Kraft, so dass wir je nach Alter der Kinder die Festeszeit in den Klassen weiter ausgestalten können.