Eurythmie

Denken, Fühlen und Wollen werden in der Eurythmie gleichermaßen angesprochen: Und sie werden auf eine besondere Art miteinander in Beziehung gesetzt.

 

Oftmals verspürt der Mensch das Bedürfnis, seinen Gefühlen durch Bewegung, durch eine Geste der Arme und durch Bewegungen im Raum Ausdruck zu verleihen. Die Eurythmie macht diesen Prozess sichtbar.

 

Indem die Kinder lernen, sich in der Gruppe zu Musik und Sprache zu bewegen, wird ihr ganzer Körper zum Instrument und beginnt zu „klingen“. Der Eurythmieunterricht greift den Inhalt der anderen Fächer auf und vertieft und erweitert diesen in der Bewegung.

 

In den ersten Klassen leben die Kinder in den bewegten Bildern der Märchen und wachsen so spielerisch in die Welt der Lautgebärden hinein. Die Aufstellung im Kreis vermittelt ihnen Geborgenheit.

 

In der Mittelstufe lernen die Jugendlichen anhand des Laufens geometrischer Strukturen das räumliche Vorstellungsvermögen zu entwickeln; verschiedenste Rhythmen werden über die Füße hörbar und Melodien mit Hilfe der Arme sichtbar gemacht. Das Zusammenkommen in der Gruppe spielt dabei eine entscheidende Rolle. Nicht nur die eigene Körperbeherrschung und -geschicklichkeit, sondern vor allem auch die soziale Kompetenz werden geschult.

 

In der Oberstufenzeit werden immer kompliziertere Choreographien von den SchülerInnen erarbeitet, verstanden und schließlich dargestellt. Der Eurythmieunterricht endet mit der künstlerischen Abschlussaufführung in der 12. Klasse, auf der sowohl Gruppenstücke als auch Soli gezeigt werden.

Ein kurzer Überblick:

  • 1. – 3. Klasse: Märchen, pentatonische Musikstücke
  • 4. – 8. Klasse: eurythmisches Alphabet, geometrische Formen, Stabeurythmie, Ton- und Intervallgebärden, romantische und klassische Musikstücke, Gedichte und Balladen
  • 9. – 12. Klasse: vielschichtige Gruppenformen, eigenständiges Arbeiten, moderne Lyrik und Musik, künstlerische Abschlussaufführung