Fremdsprachen

Schlüssel zum Selbst – Brücke zum Anderen: Kinder in den ersten sieben Lebensjahren haben die Gabe, sich ganz ihrer Umgebung hinzugeben, offen gegenüber allem Neuen zu sein und nachahmend zu lernen. Mit dieser unbeschwerten Aufnahmefähigkeit erlernen sie ihre Muttersprache. Und diese Unmittelbarkeit wird genutzt, indem Englisch und Französisch ab der ersten Klasse unterrichtet werden.

 

In den ersten drei Klassen lernen die Kinder Melodie und Schönheit der Sprachen in kleinen Reimen, Liedern und Rollenspielen, ohne die erklärende Funktion der deutschen Sprache. Der Sinn des Gesprochenen wird den Kindern über die Ausdrucksfähigkeit des Lehrers und in der erlebten Geste klar. In Lautbildung, Klang und Rhythmus der Sprache erleben die Kinder gestaltete Sinneserfahrungen – wobei vom Lehrer der Aufbau von Wortschatz und grammatischen Grundlagen gelegt und gefestigt wird.

 

Ab der vierten Klasse und in der Mittelstufe wird das Gehörte und Erlebte bewusster gemacht. Lesen, Schreiben und Grammatik werden gezielt erlernt. Es kommen z.B. landeskundliche und literarische Texte hinzu, die dem Alter und der Aufnahmefähigkeit der Schüler angemessen sind.

 

In der Oberstufe gilt es, die Sprachwirklichkeit des anderen Landes neu zu ergreifen, das sprachliche Gut als besondere Äußerung eines allgemein menschlichen Gutes zu erkennen und als Brücke zum Anderen und zu sich selbst aufzunehmen. Durch die gelesenen und besprochenen Texte bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, dem anderen Kulturraum nachzuspüren.

 

  • Ab der 1. Klasse: Englisch, Französisch Lernen durch Spiel, Theater, Lieder, Rollenspiele
  • Ab der 4. Klasse: Beginn der schriftlichen Umsetzung
  • Ab der 5. Klasse: Strukturierung der Sprache durch gezieltes Lernen
  • Ab der 9. Klasse: Festigung und abschlussrelevante Kenntnisse