Handarbeit / Werken

Mit den Fingerspitzen denken lernen: Das ist eine Fähigkeit, die unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit immer weiterentwickeln. Die Arbeit am Objekt ist dabei immer auch eine Arbeit am Selbst, bei der Ausdauer und Konzentration, Genauigkeit und Phantasie wachsen. Die Auseinandersetzung mit dem Material weckt die künstlerischen Kräfte. Das gleichmäßige rhythmische Arbeiten hilft die Willenskräfte zu entfalten und unterstützt abstraktes Denken.

In unserer Schule erhalten die Kinder von der ersten bis zur achten Klasse Handarbeitsunterricht. Von der fünften bis achten Klasse kommt das Werken hinzu und ab der neunten Klasse wechseln die Fächer von zunächst betont handwerklichen zu künstlerisch immer freieren Fächern. In sinnvoller Weise soll jede Entwicklungsstufe des Kindes begleitet werden, um die ihm innewohnenden Kräfte zu entfalten und es altersgemäß anzusprechen.

Jedes gestaltete Produkt besitzt eine sinnvolle Verwendbarkeit, wie die selbst gestrickte Mütze, die handgeschnitzte Holzschale, der geflochtene Korb oder das selbst gebundene Buch. Alle Dinge, die gefertigt werden, sollen außer einer sinnvollen Verwendbarkeit auch künstlerisch gestaltet sein, um das Farbempfinden und den Schönheitssinn auszubilden. So entwickelt sich das Empfinden von der ersten selbst gestrickten Mütze bis hin zum selbst gebundenen Buch.

Handarbeit:

Flechten, Stricken, Häkeln, Nähen, Schneidern

 

Werken:

Schnitzen, Holzwerken, Schreinern, Kupfertreiben, Korbflechten, Steinhauen, Kartonage, Buchbinden

Buchbinden