Religion

Zu den Besonderheiten unserer öffentlich anerkannten freien Schule gehört auch der Religionsunterricht. Er ist ein fester Bestandteil des Stundenplans wie an jeder Schule. Im Unterschied zu anderen Schulen aber wird der Religionsunterricht nicht nur in den Konfessionen der beiden Volkskirchen (evangelisch und katholisch) angeboten, sondern darüber hinaus auch von Lehrern der Christengemeinschaft und als freier christlicher Unterricht. Ein von jeglicher religiösen Orientierung unabhängiges Fach wie Praktische Philosophie, die seit einiger Zeit an Schulen in öffentlicher Trägerschaft gelehrt wird, gibt es bei uns nur vor den zentralen mittleren Abschlüssen als Ersatz für den Unterricht, der nicht den beiden Konfessionen evangelisch und katholisch angehört.

 

Sie sind in Ihrer Entscheidung frei, in welcher der vier angeführten Religionsgruppen Sie Ihr Kind anmelden wollen. Auch haben Sie die Möglichkeit, zum Schuljahresende eine Änderung für das neue Schuljahr – schriftlich – anzumelden. Schüler der Klassen 11 und 12 können dies eigenständig tun. Ab Vollendung des 12. Lebensjahres können die Kinder selbst einen Wechsel herbeiführen, wobei die schriftliche Ummeldung von den Eltern bestätigt werden sollte. Kinder aus Familien, die einer anderen Religion zugehören, sind vom Religionsunterricht an unserer Schule freigestellt, wenn sie an einer entsprechenden religiösen Unterweisung ihrer Gemeinden teilnehmen.

 

Für uns Religionslehrer ist es selbstverständlich, die Glaubens- und Gewissensfreiheit unserer Schüler zu achten. Wir betrachten unseren Unterricht als einen Teil der allgemeinen Bildung, die wir den Schülern mit auf ihren Lebensweg geben wollen. Sie haben in diesem Fach die Möglichkeit, sich mit den Überlieferungen, Traditionen und Fragen des Glaubens und den daraus folgenden Konsequenzen vertraut zu machen und sich im Laufe ihrer Entwicklung damit auseinander zu setzen.

 

Der Unterricht in katholischer und evangelischer Religion orientiert sich an dem Lehrplan für öffentliche Schulen, aus dem die altersgerechten Themen und Stoffe im Blick auf das Unterrichtskonzept der Waldorfschule entnommen werden.

 

Der Unterricht der Christengemeinschaft orientiert sich an den Hinweisen Rudolf Steiners zur religiösen Erziehung des Kindes. Die Teilnahme an der Sonntagshandlung der Christengemeinschaft bildet eine weitere Quelle der religiösen Erziehung.

 

Der freie christliche Unterricht ist neben allem anderen Unterricht ein Teil des Gesamtlehrplans der Waldorfschule, in dem die religiösen Kräfte gepflegt und entwickelt werden, ohne dass eine konfessionelle Weltanschauung den Schüler an eine Religionsgemeinschaft bindet.